Der Tag an dem ich mir das Leben nahm

– und nicht wieder zurück gab

 

Fast ein Jahr ist es jetzt her, der Tag an dem ich die, bisher vielleicht beste und wichtigste, Entscheidung meines Lebens getroffen habe.
Und zwar die Entscheidung FÜR Psychopharmaka.
10 Jahre hatte ich mit Panikattacken zu kämpfen und wollte nie mit Medikamenten dagegen angehen.
Ich wollte stark sein, es alleine schaffen.
10 Jahre.
10 Jahre, in denen ich nicht gelebt habe, wie ich jetzt merke. Ich kam relativ zurecht, nach den ersten Jahren, aber war trotzdem eingeschränkt. Jeder Schritt den ich tat, jede Sache die ich machen wollte, war wohl überlegt „Kann ich das? Was ist wenn? Wie komme ich aus der Situation raus, wenn etwas ist?“
Mein Kopf schmiedete schon 1000 Fluchtpläne bevor ich überhaupt zugesagt habe.
Immer die Angst im Nacken. Die Angst vor der Angst.
Vor etwa einem Jahr dann brach alles über mich herein. Ich konnte plötzlich nicht mehr Arbeiten gehen, ich konnte nicht mehr aus meiner Wohnung, jeder (JEDER!) Atemzug war zu viel und zu anstrengend.
Ich konnte nicht mehr, mein Körper konnte nicht mehr. Ich hatte das Gefühl nicht mehr Atmen zu wollen, nicht weil ich sterben wollte, sondern weil es kaum mehr konnte.

Ich war an dem Punkt an dem ich dachte „Es reicht, es kann so nicht weitergehen“.
Ich sprach mit meinem Chef und meinen Kollegen, erzählte ihnen davon wie es mir geht, was mein Problem ist und dass ich eine Auszeit brauche.
Es kostete verdammt viel Mut ( und eine gehˆrige Portion Verzweiflung) so offen ihnen gegenüber zu sein, aber Sie reagierten alle verstädnniss voll.
Wo für ich immer noch unglaublich dankbar bin!

8 Wochen brauchte ich um wieder einiger Maßen auf die Beine zu kommen, ich wollte nicht länger. Meine Arbeit gab mir Kraft und lenkte mich ab. In diesen 8 Wochen fing ich an Citalopram zu nehmen, ein Antidepressivum welches auch angstlösend wirkt.
Ich wusste, dass mir von den Tabletten nicht die Sonne aus dem Arsch scheinen würde und alles vergessen ist, aber so ein bisschen hatte ich schon die Hoffnung…
Natürlich war es wirklich nicht so. Aber sie nahmen mir das was mich seit Jahren begleitete: die Angst. Und ohne die Angst hatte ich endlich den Kopf frei für andere Dinge.
Ich konnte anfangen mich selbst zu reflektieren, habe meine Gedanken verstanden, habe auch teilweise meine Ängste verstanden. Endlich war platz für mehr in meinem Leben.

Jetzt ein Jahr später weiss ich, dass ich an dem Tag, an dem ich mich dafür entschied, stärker war als die letzten 10 Jahre davor. Ich denke kaum mehr an meine Ängste,
ich unternehme Dinge ohne darüber nach zu denken. Und das größte Wort in meinem Leben ist endlich EIGENSTÄNDIG. Ich kann alleine sein. Ich kann alleine Dinge unternehmen, ich kann alleine Reisen und die Welt entdecken. Ich BRAUCHE keinen Menschen neben mir, der Händchen hält und mich beschützt.
Ich lerne mich neu kennen, habe massig an Selbstbewusstsein dazu gewonnen und genieße meine Freiheit.
FREIHEIT
FREIHEIT
FREIHEIT
Was ein unglaublich tolles Wort. Was ein unglaublich tolles Gefühl
Und endlich gehört sie mir.

 

 

 

(Dies ist mein Bericht, meine Gefühle und mein erlebtes. Ich möchte niemenaden einen Weg vorschreiben oder sagen „dies ist der einzig Richtige“. Jeder Weg,  für den du dich
entscheidest,  ist der Richtige! )

Wink

4 Monate ohne Beitrag. Ich habe nicht einmal einen Blick auf den Blog geworfen. Mein Kopf drehte sich um alles aber nicht um dieses hier. Die letzten Monate waren hart und ich hatte anderes zu tun. Ich habe kaum ein Buch angefasst und eigentlich lief die Zeit nur so an mir vorbei. Doch da bin ich wieder. Frisch, fröhlich und zurück im Leben 🙂

„Das ist doch nur in deinem Kopf“

(Gedanken Wirrwarr. Habe versucht es klar zu äußern…mehr oder minder gelungen)

Depressionen(oder auch Angststörungen etc.) sind ein heikles Thema. Ein Thema über das es schwierig ist zu schreiben und zu sprechen.
Doch aus gegeben Anlass, dem Tod von Robin Williams, und dem einhergehenden Social-Media Echos, möchte ich ein paar Worte verlieren.
Erst war ich sauer als ich bei Twitter Menschen dazu las wie betroffen Sie doch seien, dass ein Mensch sich, auf Grund von Depressionen, das Leben nahm. Menschen von denen ich genau weiss, dass Sie zu anderen sagen „stell dich nicht so an, du mit deinen Depressionen“.
Nach ein paar mal durchatmen habe ich mich wieder beruhigt, auch wenn es etwas unter der Oberfläche brodelt.
Aber wie soll man auch wissen wie es ist, wenn man nicht ansatzweise Gefühlt hat, was Depressionen bedeuten. Und ich rede von Depressionen – nicht von „Oh heute geht es mir mal schlecht“.
Depressionen/Ängste die einem den Atem rauben, die Freude und Kraft nehmen und das über Wochen, Jahre, Monate. Vielleicht das ganze Leben lang.
Und ich wünsche keinem, dass er erfährt wie es ist. Aber ein Stück Verständnis für Betroffene, das wäre doch ein Anfang. Oder?
Es geht nicht darum jemanden zu Bemitleiden, es geht nicht darum jemanden in Watte zupacken weil er Krank ist, ich glaube das möchte kaum einer.
Es geht darum eine Akzeptanz für diese Krankheit zu schaffen, auch wenn sie nicht sichtbar oder messbar ist. Sie ist da.
Immer noch hört man Leute Dinge sagen wie „Depressionen gibt es nicht“, „Mach dich mal locker“ oder „Das ist doch nur in deinem Kopf“.
Ja. Das ist in meinem Kopf. Mein Kopf, der nicht genug Serotonin ausschüttet, mein Kopf der sich seine Gedanken und Ängste spinnt, mein Kopf den ich auf den Schulter trage. MEIN Kopf. Fällt was auf?
Auch Betroffene untereinander machen es sich nicht einfach. „Wie, du hast keine Selbstmordgedanken, na dann kann es ja nicht so schlimm sein“. „Ach du kannst trotzdem in Menschenmassen gehen… na dann.“ Moment…. Gerade DU solltest wissen was es bedeutet, wie es sich anfühlt.
Das eigene Leid ist immer das was man als Limit kennt. Geht es jemandem „besser“ als dir? Schau genau hin, das was dieser Mensch empfindet ist das schlimmste was er kennt und bisher gefühlt hat. Für ihn gibt es nichts nach oben. Es macht ihn nicht weniger „krank“, er leidet nicht weniger als du.

Ich weiss nicht ob man etwas machen kann. Die Aufklärung über psychische Erkrankungen ist durchwachsen, würde es etwas ändern wenn man es besser erklären würde? Wirklich verstehen kann man es nicht. Eine körperliche, sehbare und vielleicht ertastbare Krankheit ist einfacher zu verstehen. Körperlichen verfall sieht man eher als den seelischen, er ist greifbarer.
Aber vielleicht könnte man offen zugeben, dass man es nicht versteht, dass man es nicht nachvollziehen kann. Ohne Menschen anzugreifen, sie zu verurteilen.
Ein einfaches „Tut mir leid, ich weiss nicht was du fühlst“ Macht es einfacher. Für beide. Und wenn man mag, aber nur wenn man es ehrlich meint kann ein „Du kannst mir aber gerne darüber erzählen“ zwei Welten verändern.
Man muss nicht alles verstehen können, das erwartet keiner. Aber trotzdem sollte man einen sensibleren Umgang erlernen, das ist menschlich. Das hilft vielleicht.

„Ich habe mich auf den Schreibtisch gestellt um mir klarzumachen,dass wir alles auch aus anderer Perspektive sehen müssen.Von hier oben sieht die Welt wirklich anders aus.“ – aus „Club der toten Dichter“

Mist Akne.

Beautyquatsch mit Michael. Äh. Lisa.

Ich bin ein Hautpflege Junkie. Und wahrscheinlich liegt genau da mein Fehler.
Ich habe schon mal über meine guten Erfolge mit Dermasence berichtet, ich bin immer nich sehr begeistert von den Produkten, aber richtig perfekt wurde meine Haut nicht.
NATÜRLICH wurde sie nicht perfekt, das wird sie wahrscheinlich nie. Aber ich Ungeduldsmensch und will will will(…) *mit dem Fuß aufstampf*
Im Moment ist meine Haut wieder ziemlich mies, ich war aber auch schluderig mit allem und das merke ich direkt.
Jetzt teste ich im Moment Sachen von Clarins (übrigens selbst gekauft, falls es Produktplatzierungen geben sollte, über die zur Zeit ja so heiß diskutiert werden, werde ich das selbstverständlich Kennzeichen. – übrigens ein Thema über das ich mich Stunden auslassen könnte.)
Ich werde berichten wenn ich die Sachen getestet habe. (Auch etwas, was ich nicht verstehe. Wie kommen Leute auf die Idee Dinge, nach einer Anwendung, als „getestet“ zu bezeichnen und sie anderen ans Herz zu legen)
Worauf ich eigentlich hinaus wollte:
Einige grundsätzliche Dinge will ich versuchen zu ändern in der Hoffnung, dass es was bewirkt.

Wasser
Määäh, ich hasse das. Das erste ist immer „viel trinken“. Ja ich werde es versuchen.

patsche Hände
Hände aus dem Gesicht fällt mir wirklich super schwer. Wahrscheinlich schwerer als genug trinken. Ausreichend waschen hilft übrigens auch schon viel, da kann man sich auch mal aus versehen ins Gesicht packen.

Handtuch wechsel dich
Zum Gesicht abtrocknen jedes mal einen frischen Waschlappen verwenden, oder Handtuch, oder Kosmetiktücher .,,

Zigaretten
Ich versuche im Moment aufzuhören. Nicht primär wegen der Haut, aber es wäre ja ein netter Zusatzeffekt

Glykämischelast
Ein wirklich interessantes Thema, wie ich finde. Danach wird gesagt, dass der Insulinspiegel sich auf unser Hautbild auswirkt und man nichts essen soll was Blutzuckerspitzen hervorruft. Da ich eh Probleme mit dem Blutzucker habe (eher nach unten als nach oben) habe ich mir ein Buch zu dem Thema bestellt. Ob ich mir wirklich so zu 100% ernähren würde glaube ich nicht, aber wirkliche ein bisschen daran angelehnt. Falls ich es teste, werde ich berichten 🙂

Während ich im Internet wühlte und schaute was denn alles der Auslöser und Hilfsmittel sein könnten bei Akne bin ich über wirklich erschreckende Dinge gestoßen.
Schmiert euch bitte nichts ins Gesicht, was da definitiv nicht reingehört. Sterilium, Kernseife und Co machen den Säureschutzmantel der Haut kaputt, und nich viel mehr. Gerade Sterilium, als ich das gelesen habe bin ich fast vom Sofa gekippt.
Der erste Weg sollte immer zum Hautarzt führen, der kann in den meisten Fällen helfen.

Eine Seite mit tollen Tipps zum Thema ist übrigens: http://www.carolinehirons.com

Die Sache mit den guten Vorsätzen.

Vor meinem Urlaub habe ich mir vorgenommen jeden Tag ein bisschen raus, an die frische Luft, zu gehen. Egal was für ein Wetter ist. Um mir mal was gutes zu tun. (Haha….)
Vorgestern habe ich das ganze mit „naja shoppen ist ja auch raus“ abgetan. Gestern saß ich auf der Couch und guckte mir durchs Dachfenster die graue Wolkendecke an.
Mein Innererschweinehund muss das größte und hässlichste Vieh sein, das es gibt.
Es ist grau draußen. Es ist nass. Es ist schlechtes Licht. Es könnte gesund sein. Da ist Luft. Raus? Neeeeee.
Ich kriegte dann doch meinen Hintern hoch und schlenderte ne Stunde durch und um die Innenstadt.
Heute Mittag ging es dann nur noch bis zum Rewe, ein Spiel umtauschen und zum Bäcker. He, aber ich war vor der Türe.

Okay, ich geb’s zu. Ich hab verloren. Touché Schweinehund.

(Bücher sind übrigens Montag rausgegangen. Vielleicht sind sie ja schon bei euch angekommen!?)